Lüneburg näht 2018

2018-05-05T11:26:31+00:00 13. Februar 2018|Kategorien: ...unterwegs, Kleiderliebe|0 Kommentare

Inzwischen ist es schon wieder eine Woche her, dass ich einmal quer durch die Republik in den hohen Norden gereist bin.  Zusammen mit 60 nähverrückten Mädels war ich  im Hotel Bergström für ein ganzes Wochenende zum Nähen verabredet. Seit einer halben Ewigkeit hatte ich mir den Termin rot in meinem Kalender umkringelt. Vorfreude aber auch Spannung seit Monaten.

Hotel Bergström Lüneburg In den Tagen kurz davor bin ich dann doch etwas nervös geworden, weil mich einfach kein Nähprojekt richtiges überzeugt hätte. Nix, aber auch gar nix wollte mich anspringen. Kein Schnitt der mich anschrieh: “Näh mich, näh mich. Mich brauchst du unbedingt!” Nix. Statt dessen, gähnende Leere in meinem Kreativhirn. Oje! Das kann ja heiter werden.
So fuhr ich ohne geplantes Nähprojekt, mit jeder Menge Stoff im Schlepptau (für den Fall der Fälle) nach Lüneburg. Ich hoffte auf Plan B, dem Spontan-Einfall. Oder Plan C, dass eines der Mädels so was Tolles näht, wo ich mich einfach dran gehängt hätte. Oder Plan D: ich guck den anderen nur zu und entspanne eben ein komplettes Wochenende lang bei Kaffee, Kuchen, Pasta, Prosecco und Schnatterinchen.

Losgehen sollte unsere Sauße um 15 Uhr norddeutscher Zeit. Als wir zu dritt kurz nach 15Uhr im Bergström ankamen, ratterten sicherlich schon 20 Nähmaschinen.

Oje, nervöser Zugzwang machte sich bei mir breit. Zum Glück war auf meine Anke alias @mojoanma Verlass: “Katrinsche, wir trinken erst mal ‘n Käffchen und dann schaun ma mal!” Na Gott sei dank, gerettet. Die Näh-Idee würde schon noch kommen…

Ein Käffchen später wollten wir uns die müden Beine etwas vertreten und der TILLABOX einen Besuch abstatten. Frau ist ja schließlich neugierig, was die Silke da so in ihrem Laden hat. Und wie gesagt: die Idee.
Erst mal hat das Bayern-Mädel auf dem Weg durch die Lüneburger Altstadt grooooße Augen gemacht. So schön ist die nämlich! Ein schmuckes Häuschen drängt sich an das nächste. Und alle mit viel Liebe hergerichtet. Das hat mir schon mal sehr gut gefallen.

Der Sauerstoff hat dem leeren Hirn dann wohl recht gut getan, denn in der TILLABOX war sie da: die IDEE! Volltreffer. Da hing sie. Eine Tasche aus Oil skin. Diese (oder so ähnlich) musste ich haben!! BINGO. Ich war gerettet. Ganz entspannt konnte ich mich zurücklehnen (von Ideen überrannt zu werden, kann soooo anstrengend sein) und brauchte nur noch auf das mit viel Liebe zugeschnittene und zusammen gesuchte Rundum-Sorglospaket (ein Danke an Silkes Mann) für mein Nähabenteuer zu warten.

Nebenher wurde natürlich noch über so manches tolle Stöffchen gestreichelt und hin und her überlegt, ob frau nicht doch noch den einen oder anderen Meter….    Ach nein, erst mal die Tasche fertig nähen. Wann war ich je so vernünftig?


Das Taschenprojekt startete ich noch am Abend. Denn wenn ich nach links und rechts und vorn und hinten schaute, waren alle wie fleißige emsige Bienchen am Werkeln. Da wollte ich natürlich in Nix nachstehen. Frau kann nur unter Druck arbeiten! Aber irgendwann müssen auch Bienchen schlafen gehen. Morgen war auch noch ein Tag.

Am zweiten Tag gings dann ratz fatz, angefixt von den anderen Mädels. Mittags war mein Traumtäschen dann (fast) fertig. Ich wartete nur noch auf den Mann mit dem Hammer. Häh???? …um die Nieten am Henkel der Tasche einschlagen zu können.
Und weil es mit den Ideen bei einem Spaziergang zur Tillabox so wunderbar am Vortag geklappt hatte, auf zu Runde zwei.
Wer mich kennt, weiß dass ich auf Blümchen stehe. Pinke Blümchen besonders. Und was zerre ich aus einem der voll gefüllten Regale bei Silke raus? Pinke Blümchen, auch was: pinke MEGA BLUMEN in Kombi mit einem winzigen Klecks curry. Hallo neue Tasche und hallo meine Stiefelchen. Der Knaller in Kombi. Ich war schockverliebt in das Stöffchen und wusste, daraus muss ein Kleid werden. Yessss! Tschaka! Ein seeliges Lächeln hatte ich sicherlich im Gesicht, als ich meine Ausbeute zurück an meine NäMa trug.

Ich wurde von meiner Vorstellung nicht enttäuscht. Im Gegenteil: so super hatte ich es mir gar nicht vorstellen wollen. Aber jetzt, beim ersten Blick in den Spiegel: so stell ich mir ein erfolgreiches Nähen vor. Dafür näht man doch, oder? Was meint ihr?

Auf diese Fotos bin ich ein kleines bisschen besonders stolz. Ist mein Outfit doch fast komplett a la Freuleins: Tuch, Jacke, Kleid und Tasche. Alles selbst gemacht. Gut, an Jeans wird gerade gearbeitet und Schuhe werde ich wohl immer kaufen müssen.

Gleicher Schnitt anderer Stoff, das Kleid gleich nochmal genäht, weil es so gut geklappt hat. Da hat Anja und ich wohl den selben Geschmack? Welch ein Zufall.

Leider haben wir im Eifer des Nähgefechtes vergessen, Fotos zu schießen. Erst hinterher ist uns allen aufgefallen, dass wir alle einfach nicht dran gedacht hatten. So viele tolle Momente hätten wir festhalten können. Schade, verpasst!

Und jetzt? Aus und vorbei! So schnell. Unglaublich wie die Zeit verflogen ist. Naja, bei 60 Mädels hatten wir jede Menge zu beschnattern. Am schönsten war es aber für mich (neben dem ungestörten Nähen) endlich einige meiner Online-Freundschaften bzw. die treuen Mädels aus meinem wunderbaren Nähteam in ECHT kennenzulernen. Da guckst du das erste Mal in Gesichter, die du gefühlt seit Jahren kennst. So, als wenn man alte Sandkasten-Freundinnen (äh, in unserem Fall wohl eher Nähkästchenfreundinnen) wieder triffst.

Was ich auf jeden fall noch erwähnen möchte: DANKE an Dani @PRÜLLA und Silke von @TILLABOX! Ihr habt euch so viel Mühe gegeben, damit unser Wochenende ein ganz tolles geworden ist. Vorallem die Tombola, mit all den MEGA tollen Preisen (auch hier fehlen leider Fotos!) Selbst ich habe meinen Gewinn (Stoff von Zuleeg GmbH, ein tolles Webband, einen dünnen braunen Viskosestoff und den Gutschein von TILLABOX) nicht fotografiert, sondern gleich “verbraten”.
Ich gelobe Besserung im nächsten Jahr mit den Fotos… und freu mich schon jetzt auf “Lüneburg näht 2019”.

Wer mag findest mehr Fotos bei Instagram unter #lüneburgnäht2018

 

Pfiadi – Wir nähen uns!

Unterschrift

 

 

 

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